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Vector

Vector - Robin Cook Anthrax ist ein weiterer Roman von Robin Cook mit Suchtpotential. Ein Leiche wird im Gerichtsmedizinischen Institut von New York eingeliefert, der an einer heftig verlaufenden unerklärlichen Infektion gestorben ist. Der Gerichtsmediziner Dr. Jack Stableton entdeckt sehr schnell, dass der Tote mit Antraxviren infiziert worden ist. Er beginnt mit den Ermittlungen...... Robin Cook hat Antrax als mögliche Biowaffe in seinem Roman zum Leitfaden gemacht. Er hat, wie in jedem Buch von ihm, sehr gut recherchiert und übermittelt uns ein unglaubliches Detailwissen. Es wird schnell klar, welche Gefahr besteht, wenn Antrax in die Hände von Terroristen gerät, in diesem Buch sind es Neonazis. Der Autor möchte uns für diese Gefahr sensibilisieren. Es hat durchaus eine politische Botschaft. Allerdings wurde der Roman vor dem Terroranschlag in New York geschrieben und wirkt aus heutiger Sich dadurch ein wenig antiquar.

Narkosemord

Narkosemord - Rainer Schmidt, Robin Cook Eine junge Frau stirbt während eines Eingriffes den der erfahrene Anästhesisten Jeffrey Rhodes vorsteht. Trotz sofort eingeleiteter Hilfemaßnahmen können die Ärzte das Herz der Patientin nicht mehr zum Schlagen bringen. Dem Arzt wird der Prozess gemacht. Zunächst wird er wegen eines Kunstfehlers angeklagt und dann auch noch wegen Todschlags. Da er sich sicher ist, keinen Kunstfehler begangen zu haben, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln. Ein rasantes Katz - und - Maus - Spiel beginnt. Robin Cook ist ein brillanter Thriller - Erzähler. Geschickt verbindet er medizinisches Wissen mit einer spannenden Handlung. Der Leser ist immer versucht, weiter zu lesen. Pausen gönnt er sich selten. Zu keiner Sekunde liest sich der Roman langweilig. Gut gefallen hat mir, dass Cook ein unglaubliches Fachwissen in die Handlung einfließen lässt. Der Leser bemerkt sofort, dass Cook Medizin studiert hat. Einen Punkt ziehe ich ab, da mir das Ende zu schnell und ohne Paukenschlag gekommen ist. Niemals habe ich die Lösung während des Lesens auch nur geahnt, aber etwas ausführlicher hätte es nach der langen Suche schon sein dürfen. Ich werde mit Sicherheit weitere Thriller von diesem Autor lesen.

Grabkammer: Roman

Grabkammer  - Tess Gerritsen, Andreas Jäger Eine Mumie, die Bandagen sind nachweislich 2000 Jahre alt, aber die Mumie hat eine Zahnfüllung und ein Projektil in den Beinen, eine Moorleiche, ein Schrumpfkopf. Waren das alles Frauen? Was ist mit ihnen geschehen? In welchem Jahrhundert wurden sie getötet? Und was hat ein Museum und eine Ägyptologin damit zu tun? Das sind die Schwerpunkte, aus denen Tess Gerritsen einen hoch spannenden Thriller gewoben hat. Jede Seite treibt den Leser zum Umblättern. Nebenbei erlernen wir eine Mumie, eine Moorleiche und einen Schrumpfkopf herzustellen. Es wird also spielerisch Wissen mit Spannung gepaart. Ich habe es unglaublich genossen, diesen Thriller zu lesen. Leider war dieser viel zu kurz und das Ende verblüffend. Toll !!!!!!

So hoch wie der Himmel: Roman

So Hoch Wie Der Himmel - Uta Hege, Nora Roberts Drei Frauen, alle unglaublich schön, unglaublich reich. Eine trifft Traummann, noch schöner, noch besser im Bett und ach ja, alle sind auch noch überirdisch intelligent. Eine verliert ihr Vermögen und siehe da, schwubs, da hat sie es wieder. Noch dazu aus eigener Kraft. Toll. Das ist die Geschichte, selbstverständlich auch noch eine Liebesgeschichte. Mehr passiert allerdings nicht. Das ist die ganze Handlung. Ach ja, ich hatte vergessen zu erwähnen, dass der Ring passte wie angegossen. Mit anderen Worten: Der Roman ist Schund. Warum habe ich dann zwei Sterne vergeben? Nun einen Stern erhielt die Autorin, weil ich jeden Menschen bewundere, der ein Buch schreiben kann. Und der Schreibstil war schließlich recht gut. Den zweiten Stern habe ich vergeben, weil es eine reife Leistung ist das Nichts in 467 Seiten zu packen. Das hat was. Sie sollte Politiker beraten. Warum habe ich das Buch dann zu Ende gelesen? Weil ich nicht gern ein Buch weglege, welches ich nicht vollständig gelesen habe. Der Himmel bewahre mich vor den Fortsetzungen.

Mein russisches Abenteuer

Mein russisches Abenteuer - Jens Mühling "Mein russisches Abenteuter" ist ein Reisebericht, der uns in den Winter von Moskau, den Frühling von Petersburg und in den Sommer von Sibiren reisen lässt. Jens Mühling nimmt uns mit auf seine mehrmonatige Reise in das riesige Land. Er ist auf der Suche nach einer Einsiedlering, eine der letzten Altgläubigen, die in den Wäldern in Sibirien leben. Während der Suche erfahren wir viel über dieses Land, Vergangenes und Neues. Er berichtet über Tschernobyl, Lenin, den letzen Zaren, Rasputin, aber auch Menschen, die heute leben kommen zu Wort. Diese Reisebeschreibung wurde sehr gut recherchiert, ist lebendig geschrieben und das Wissen des Lesers wird erweitert. Ich glaube sogar, dem Autor ist es gelungen, die russische Seele einzufangen. Fazit: sehr zu empfehlen.

Nach dem Amok

Nach dem Amok - Myriam Keil Vor mehreren Monaten hat Meikes Bruder David in der Schule ein Mädchen getötet und weitere Mitschüler schwer verletzt, bevor er sich selbst erschoss. Meike hat sich entschlossen, weiter in diese Schule zu gehen, sie wollte nicht als feige gelten. "Nach dem Amok" ist ein Roman, der sich einem ausgsprochen ernsten, bewegenden Thema widmet. Zu Beginn war ich skeptisch, konnte mir nicht vorstellen, dass dieses Thema in einem Jugendbuch glaubhaft behandelt werden kann. Zum Glück wurde ich eines Besseren belehrt. Myriam Keil beschreibt sehr einfühlsam das Leben der Menschen nach einem Amok, den Umgang der Schüler untereinander, das Leben in der überlebenden Familie, die Konflikte und Gefühle der "Amokschwester". Wut, Schuld, ein schlechtes Gewissen, Ohnmacht, all das fühlt Meike und da ist trotzdem die Liebe zu ihrem Bruder. Die Autorin hat eine sehr gute Charakterstudie gezeichnet, wir fühlen in jeder Sekunde mit der Protagonistin. "Nach dem Amok" ist ein gutes Buch, nicht zu vergleichen mit den nichtssagenden Girlieromanen, die zur Zeit so in sind. Dieses Buch hinterlässt den Leser nachdenklich. Einen Punkt habe ich abgezogen, da mir wenige Episoden zu konstruiert erschienen.

Rubinrotes Herz, eisblaue See (Urlaubsaktion)

Rubinrotes Herz, eisblaue See (Urlaubsaktion) - Morgan Callan Rogers Florine lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Vater in einem kleinen Ort in Maine. Es ist ein kleiner Ort, der vom Fischfang lebt. Ihre Kindheit ist unbeschwert, bis zu dem Tag, als ihre Mutter plötzlich verschwindet und niemals gefunden werden sollte. Für Florine bricht eine Welt zusammen. Sie wird nun von ihrer Mutter ihres Vaters liebevoll groß gezogen. Doch sie wird immer ihre Mutter vermissen. Rubinrotes Herz, eisblaue See, ist kein Buch für sensible Menschen und schon gar nicht oberflächlich. Die Autorin zeichnet ein Bild von einem charakterstarken Kind, das langsam zu einer Frau heranwächst. Es ist erstaunlich, wie lebensnah die Figur der Florine beschrieben wird. Das Gleiche gilt für die Großmutter, den Vater, überhaupt für alle Figuren, die in diesem Roman mitspielen. Fast scheint es so, als seien tatsächlich lebende Menschen Vorbilder für die im Roman erfundenen. Morgen Callan Rogers hat es verstanden das Heranwachsen von Florine zu erzählen, ohne langweilig zu werden. Wir erhalten einen Einblick in das Leben der Fischer in Amerika. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen und ich war traurig, als ich die letzte Seite aufgeschlagen hatte.

Fünf

Fünf - Ursula Poznanski Eine Frau wird tot auf einer Kuhweide aufgefunden. Ihr Tod gibt viele Rätsel auf und führt zu weiteren Morden. Auffällig an dem Fall ist, dass er offensichtlich im Geocaching - Milieu spielt. Das heißt, der Mörder führt die Polizei anhand von Geocaching - Koordinaten zum nächsten Mord. Die Kripo von Salzburg beginnt zu ermitteln. Fünf ist ein Krimi so recht nach meinem Geschmack. Die Handlung ist überaus spannend und wird rasant vorangetrieben. Zu keiner Zeit hat der Leser eine Ahnung, wer der Mörder ist, und steht am Ende mit offenem Mund da, weil er die Lösung niemals erraten hätte. Der Roman wurde so spannend erzählt, dass ich mit meinen Augen gar nicht so schnell lesen konnte, wie mein Gehirn die Geschichte verfolgen wollte. Die Figuren wirken glaubhaft und lebensecht. Halt ein richtig guter Krimi.

Die Welt, wie wir sie kannten

Die Welt, wie wir sie kannten - Susan Beth Pfeffer Miranda ist 16 Jahre alt und lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihren beiden Brüdern in einer Kleinstadt der Vereinten Nationen. Miranda ist ein ganz normaler Teenager, geht zur Schule, die erste Liebe kommt und geht, Geschichte ist das Fach in der Schule, welches ihr nicht so liegt, dafür schwimmt sie gern und fährt sehr gut Schlittschuh. Eines Tages beobachtet die Welt, wie ein Asteroid den Mond aus der Bahn wirft. Es werden Feste gefeiert und alle gucken sich das Spektakel an. Doch als alles vorbei ist, ist der Mond der Erde gefährlich nahe gekommen. Die Gezeiten spielen verrückt, Überschwemmungen und Vulkanausbrüche folgen. Merindas Welt ändert sich schleichend und das Leben gerät ebenfalls völlig aus der Bahn. "Die Welt, wie wir sie kannten" ist das Erstlingswerk von Susan Pfeffer und mehr als gelungen. Diese Frau hat eine Geschichte zu erzählen und ein Botschaft zu verkünden. Nicht nur der Charakter der Protagonistin ist sehr gut gezeichnet, auch den anderen Figuren hat die Schriftstellerin Leben ein gehaucht. Die Figuren sind sympathisch und menschlich. Fast möchte man meinen, es gibt sie wirklich. Das Erschreckende an der Geschichte ist, dass sie genau so stattfinden könnte. Nichts ist gekünstelt oder übertrieben dargestellt. Der Roman ist fast schon erschreckend realistisch. Der Roman ist ist tagebuchform geschrieben und die Erzählweise ist flüssig. Es macht Spaß dieses Buch zu lesen und es hinterlässt mich nachdenklich und aufgewühlt.

Feuerzeit / Ein tödlicher Plan: Zwei Romane in einem Band

Feuerzeit/Ein tödlicher Plan - Jeffery Deaver, Helmut Splinter, Marcel Bieger Pallam ist ein junger Filmemacher, der sich entschieden hat einen Dokumentarfilm über ein New Yorker Stadtviertel zu drehen. Aus diesem Grund interviewt er die alte schwarze Dame Bailey. Während vieler Sitzungen erzählt sie aus ihrem Leben. Als eines Tages durch Brandstiftung das Haus, in dem sie wohnt zerstört wird, gerät sie schnell als Verdächtige ins Gefängnis und es wird Anklage gegen sie erhoben. Pallam ist von ihrer Unschuld überzeugt und beginnt im Untergrund mit seiner Recherche.... Jeffery Deaver hat wieder einen spannenden Thriller verfasst, der in New York spielt. Diesmal ist der Stadtteil Hell's Kitchen Austragungsort des Geschehens. Deaver schreibt unglaublich spannend und seine Geschichten sind durchdacht und schlüssig. Er nimmt uns mit in den Untergrund von New York, er zeigt uns das Leben in einem Armenstadtteil. Die Sozialkritik, die in diesem Buch mitschwingt, macht es meiner Meinung nach so wertvoll. Die Handlung ist nicht vorhersehbar und wenn der Leser zum Ende des Buches denkt, alle Messen sind gesungen, erleben wir noch eine kleine Überraschung. Einen Stern habe ich abgezogen, weil mir die Geschichte zu emotionslos geschrieben worden ist. Fast hat sie Dokumentationscharakter. Möglicherweise ist das sogar gewollt. Fazit: Feuerzeit ist ein spannender Thriller, den es sich zu lesen lohnt.

Im Land des Roten Ahorns: Kanada-Roman

Im Land des Roten Ahorns: Kanada-Roman - Claire Bouvier Als Jacquelines Vater stirbt, hinterlässt er Ihr einen Sack voller Schulden. Um ihrem Schicksal in Deutschland zu entgehen, wandert sie nach Kanada aus. Hier liefert sie sich zunächst einem ehemaligen Freund ihres Vaters aus, der es auf ihr vermeintliches Erbe abgesehen hat. Erst in den Armen des reichen Holzhändlers findet sie ihr Glück. Und das ist auch schon die ganze Geschichte. Da einzig gute an diesem Roman ist die Buchhülle, die uns vom fernen Kanada träumen lässt. Leider erfüllt die Geschichte nicht, was das Cover verspricht. Die Handlung ist langweilig und nichtssagend. Die Protagonistin kann sich nicht entscheiden, ob sie mutig oder naiv ist. Mit keinem Wort geht die Autorin auf die Geschichte Kanadas ein. Die Figuren sind entweder gut oder böse, die Handlung ist vorhersehbar. Mit anderen Worten, der Roman ist Trivialliteratur. Man kann ihn lesen, muss es aber nicht.

Für jede Lösung ein Problem

Für jede Lösung ein Problem - Kerstin Gier Eine Frau, Anfang 30, hat es nach Aussage ihrer Eltern zu nichts gebracht. Sie hat keinen Mann, keinen anständigen Job, lebt in einer heruntergekommenen Ein-Zimmer-Wohnung und schreibt Kitschromane. Sie beschließt sich das Leben zu nehmen und plant dieses akribisch. Sie schreibt viele Abschiedsbriefe, die sie ohne zu zögern zur Post trägt. Sie will sich ja das Leben nehmen, da kann ruhig jeder wissen, was sie von ihren Artgenossen hält. Nur leider klappt es mit dem Freitod nicht, es kommt ein Mann dazwischen..... Ja, was halte ich nun von diesem Roman. Er ist nichtssagend. Die Idee selbst hat mir gefallen. So gar nicht gefallen haben mir die Protagonisten. Allen voran die Hauptfigur, die sich mit ihren 30 Jahren noch immer in der Pubertät zu befinden scheint. Und alle ihre Freunde gleich mit. Die Figuren sind allesamt überspitzt gezeichnet, völlig lebensfremd. Die Geschichte selbst plätschert so dahin ohne Höhen und Tiefen. Den Humor muss der Leser suchen. Mir schien es, als hätte die Autorin mit Brachialgewalt einen "Bridget-Jones-Roman" schreiben wollen und ist damit gründlich auf die Nase gefallen. Fazit: Es gibt bessere Bücher!

Hard News. Thriller

Hard News - Jeffery Deaver, William Jefferies, Gerold Hens Rune arbeitet als Kamerafrau bei einem Sender in New York. Sie will allerdings mehr, sie will nicht nur Fotos schießen, sondern als Journalistin arbeiten. Als Ihr eine Videobotschaft von einem unbekannten, angeblich unschuldig verurteilten Mörder in die Hände fällt, beschließt sie den Mordfall zu untersuchen. Ihre innere Stimme sagt ihr, dass der Mann tatsächlich unschuldig ist. Was sie zu beginn nicht ahnt, der Ermordete war der Ex - Chef ihres Senders. Die Geschichte verspricht eine Hard News zu werden. Der Roman beschäftigt sich mit dem Thema Nachrichten. Wie seriös sind sie, wie gut wurde recherchiert? Wir erfahren so ganz nebenbei wie in Amerika Nachrichten produziert werden. Parallel zu diesem Thema läuft die Suche nach dem Mörder. Die Figur der Journalistin Rune war mir sympathisch, allerdings erschien sie mir etwas farblos. Mag sein, dass Ihr Charakter in den beiden Vorgängerthrillern beschrieben wurde. Diese habe ich noch nicht gelesen. Das Gleiche gilt für die Handlung, welche nicht sehr aufregend erzählt wurde. An manchen Stellen machte sich beim Lesen Langeweile breit. Zum Ende wird die Erzählweise schneller und es endet mit einer Überraschung. Kein Hinweis im Roman hat zum tatsächlichen Mörder geführt. Ganz eindeutig: Jeffery Deaver kann es besser.

Hysterie des Körpers: Der Lauf meines Lebens

Hysterie des Körpers: der Lauf meines Lebens - Joey Kelly, Ralf Hermersdorfer Joey Kelly ist im Jahr 2010 in knapp drei Wochen ca. 900 km von Wilhelmshaven auf die Zugspitze gelaufen. Er war ganz allein und hat sich lediglich von dem ernährt, was die Felder und Obstbäume im September in Deutschland hergeben. Übernachtet hat er in einem Wald oder in einer Hütte auf einem Feld. Er war ganz allein unterwegs. Der Erlebnisbericht von Joey Kelly über den Lauf seines Lebens, wie dieser im Buch genannt wird, ist für mich als Joggerin unglaublich interessant gewesen. Er beschreibt, wie er nicht nur einmal an seine körperliche Grenze gestoßen ist, wie der Hunger ihn fast an den Rand des Wahnsinns getrieben hat. Joey Kelly hat dennoch nicht aufgegeben. Er hat sein Ziel erreicht. Wir erfahren, wie das Leben in der Großfamilie gewesen ist, von bettelarmen Menschen bis zu den gefeierten Rockstars. Er lässt uns am Familienleben teilhaben und erfahren, wie das Laufen überlebensnotwendig für ihn geworden ist. Interessant zu lesen waren für mich solche Wahrheiten, dass er ohne das Joggen die laufenden Belastungen als Kopf der Kelly Family nicht hätte bewältigen können. Durch das Joggen hat er sich Freiräume geschaffen und konnte vom Alltag abschalten. Der Sport ist ein guter Trainer, um im Leben zurechtzukommen. Das kann ich mit ganzem Herzen unterstreichen. Ich habe großen Respekt vor den Leistungen des Joey Kelly. Warum er allerdings so ernst auf dem Cover in die Kamera schaut, ist mir ein Rätsel.

Allwissend: Thriller

Allwissend: Thriller - Jeffery Deaver Im sonnigen Kalifornien sind vier Kids nach einer Feier mit dem Auto unterwegs. Drei Mädchen und ein Junge. Die Mädchen sind sturzbetrunken, der Junge nicht, er fährt. Es kommt zu einem Unfall und zwei der Mädchen überleben die Autofahrt nicht. Für den jungen Mann beginnt eine beispiellose Hetzjagd im Internet. Er und seine Familie werden regelrecht an den visuellen Pranger gestellt. Die Polizei hat ermittelt, dass es ein Unfall war und den Jungen für unschuldig erklärt. Davon will der Mopp nichts wissen. Er will Rache. Da geschehen die Morde. Er werde die Menschen getötet, die im Netz am negativsten gepostet haben. Der Junge taucht unter. Kathryn Dance beginnt zu ermitteln....... "Allwissend" war der zweite Thriller, den ich von Jeffery Deaver gelesen habe und ich wurde wieder nicht enttäuscht. Der Autor hat sich das Internet als Hauptdarsteller ausgesucht. Wir werden Zeuge, wie ein Mensch dort regelrecht demontiert wird. Menschen mit Synonymen verlieren jede Hemmung und dreschen verbal auf einen Mitmenschen ein, der diesem schutzlos ausgeliefert ist. Ich als Leser werde nachdenklich, was und wie viel ich im Netz von mir preisgebe. Welche Folgen können meine Fußspuren im www für mich und meine Familie haben? Sensibilisiert gehe ich in mich und beschließe, in der Zukunft vorsichtiger mit der Herausgabe sensibler Daten zu sein. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, der Thriller spannend mit einigen Wendungen, die der Leser nicht voraussehen kann. Lediglich die Schlussfolgerungen, die das Ermittlerteam zu Beginn der Geschichte zieht, erschien mir zu einfach. Der Charakter der Agentin ist nach meiner Meinung nicht gut beschrieben. Sie erschien mir farblos. Ich vergebe vier Sterne. Jeffery Deaver hat bewiesen, dass er es noch besser kann. Dennoch, es ist ein Thriller, der sich zu lesen lohnt und nachdenklich macht.

The Boys from Brazil: A Novel (Pegasus Classics)

The Boys from Brazil - Ira Levin Wir schreiben das Jahr 1974. Sechs Männer, alles ehemalige Nazis, die jetzt in Brasilien leben, machen sich auf den Weg in unterschiedliche Länder. Sie alle haben den Auftrag insgesamt 94 Männer zu töten. Ihr Auftraggeber ist Josef Mengele, der Todesengel von Auschwitz. "Die Boys aus Brasilien" ist 1976 erschienen. In diesem Roman setzt sich Ira Levin mit den Machenschaften des Dritten Reiches und dem Unterkommen ranghoher Nazigrößen in Brasilien auseinander. Hier leben diese von der Regierung völlig unbehelligt. In diesem Thriller nun taucht Josef Mengele auf und will mit Hilfe eines Experimentes die Naziherrschaft erneuern. Sein Gegenspieler ist der Naziverfolger Ezra Liebermann. Zur damaligen Zeit wurde dieser Thriller als das spannendste Buch des Jahres bezeichnet. Die Handlung wird schnell voran getrieben, die Personen erscheinen glaubhaft und authentisch. Dieser Thriller ist eine andere Art der Vergangenheitsbewältigung als ich sie bisher gekannt habe. Und warum auch nicht? Ich vergebe vier von fünf Sternen, da dieser Thriller leider den heutigen Bedürfnissen nicht mehr so ganz genügt. Viele Episoden sind schnell durchschaubar und meiner Meinung nach fehlt hier und da ein Stück Raffinesse. Dieser Roman wurde verfilmt mit Gregory Peck und Laurence Olivier in den Hauptrollen.

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