Für jede Lösung ein Problem

Für jede Lösung ein Problem - Kerstin Gier Eine Frau, Anfang 30, hat es nach Aussage ihrer Eltern zu nichts gebracht. Sie hat keinen Mann, keinen anständigen Job, lebt in einer heruntergekommenen Ein-Zimmer-Wohnung und schreibt Kitschromane. Sie beschließt sich das Leben zu nehmen und plant dieses akribisch. Sie schreibt viele Abschiedsbriefe, die sie ohne zu zögern zur Post trägt. Sie will sich ja das Leben nehmen, da kann ruhig jeder wissen, was sie von ihren Artgenossen hält. Nur leider klappt es mit dem Freitod nicht, es kommt ein Mann dazwischen..... Ja, was halte ich nun von diesem Roman. Er ist nichtssagend. Die Idee selbst hat mir gefallen. So gar nicht gefallen haben mir die Protagonisten. Allen voran die Hauptfigur, die sich mit ihren 30 Jahren noch immer in der Pubertät zu befinden scheint. Und alle ihre Freunde gleich mit. Die Figuren sind allesamt überspitzt gezeichnet, völlig lebensfremd. Die Geschichte selbst plätschert so dahin ohne Höhen und Tiefen. Den Humor muss der Leser suchen. Mir schien es, als hätte die Autorin mit Brachialgewalt einen "Bridget-Jones-Roman" schreiben wollen und ist damit gründlich auf die Nase gefallen. Fazit: Es gibt bessere Bücher!